Bernsenhof

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1798 erbaute der Deichgräf Gerhard van Ackeren auf seinem inzwischen auf über 500 Morgen angewachsenen Grundbesitz in Mehr den stattlichen „Berendshof“: ein zweigeschossiges Backsteinhaus in T-Form erbaut mit sieben Achsen in der Front und zwei Achsen in der Giebelseite. Die zweiflügelige Haustür wird von korinthischen Kapitellen eingerahmt. Der Grundriss mit den flachbogigen Kellergewölben ist weitgehend erhalten sowie der Fliesenboden in der Diele. Zum Hof gehörte ursprünglich auch eine Brauerei und Brennerei. Reste davon sind noch im Garten erkennbar.

Weil Gerhard van Ackeren für Geschäfte seines Schwiegersohns gebürgt hatte, verlor er seinen ganzen Besitz und starb im Schuldturm der Schwanenburg in Kleve. 1890 trat Eduard Euwens die Nachfolge seines Onkels Egid van Ackeren als Pächter des Bernsenhofs an. Familie Euwens bewirtschaftete den Hof bis 1972. Seitdem ist Familie Baumeister Besitzer des Bernsenhofs. Der Hof ist heute ein Zuchtbetrieb für Rheinische Warmblutpferde, der weit über Nordrhein-Westfalen hinaus bekannt ist.